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Samstag, 21.10.2017

Business News

Mittwoch 12.03.2014

MXC-Kabel überträgt 800 Gbit/s - Erste Kabel noch 2014 auf dem Markt

Bereits seit einigen Jahren entwickelt Intel in Kooperation mit dem Spezialglashersteller Corning "Silicon Photonics", ein Glasfaserkabel, bei dem Photonen die Datenübertragung übernehmen. Aktuell erreichen die Entwickler damit...[mehr]

Dienstag 11.03.2014

Dobrindt hofft auf "Initialzündung"

Bei der ersten Gesprächsrunde der von Infrastrukturminister Alexander Dobrindt ins Leben gerufenen "Netzallianz Digitales Deutschland" sicherten die Netzanbieter ihren Investitionswillen zu, forderten aber von der Regierung klare...[mehr]

Mittwoch 26.02.2014

Standortfaktor Breitband - Deutschland weiterhin nur im Mittelfeld

Das Statistische Bundesamt hat heute aktuell Zahlen zur Nutzung schneller Internetverbindungen durch in Deutschland ansässige Unternehmen veröffentlicht. Lediglich jedes vierte verfügt demnach über eine Anbindung mit mindestens...[mehr]

Donnerstag 05.07.2012

Kommunale Versorger haben Potenzial

Beim Ausbau des Breitbandnetzes in Deutschland tut sich für kommunale Infrastruktur-Unternehmen eine Möglichkeit auf, in den Telekommunikationsmarkt verstärkt einzusteigen und den Breitbandausbau voranzubringen.[mehr]

Mittwoch 27.06.2012

Kabelnetzbetreiber wachsen kontinuierlich

Die TV-Kabel Branche sowie Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Ipsos beziehungsweise Analysen des Beratungs­unter­nehmens Solon bescheinigen den Kabelnetzbetreibern uneingetrübtes Wachstum. Die...[mehr]

Der Telekommunikationsmarkt in Deutschland

Auf geschätzte 58,5 Milliarden Euro belief sich 2011 nach Erhebungen der Bundesnetzagentur das Umsatzvolumen des Telekommunikationsmarkts in Deutschland. Noch wird der Markt von der Deutschen Telekom AG dominiert, doch die Umsatzanteile der Wettbewerber steigen kontinuierlich.

Zum Telekommunikationsmarkt in Deutschland zählen im Wesentlichen der Festnetzmarkt, das Breitband-Kabelnetz sowie der Mobilfunkmarkt. Insgesamt sind die erzielten Umsätze nach jahrelangem Wachstum und dem vorläufigen Umsatzhoch im Jahr 2005 (67,3 Milliarden Euro) seit sechs Jahren rückläufig, auch wenn sich der negative Trend zuletzt deutlich abgeschwächt hat. (Grafik 1) Eine parallel rückläufige Tendenz lässt sich auch bei den Beschäftigtenzahlen der Branche erkennen. Am Ende des 1. Quartals 2011 standen nach den Berechungen der Bundesnetzagentur noch 175.200 Mitarbeiter bei den Telekommunikationsunternehmen in Deutschland in Lohn und Brot. Gut zehn Jahre zuvor waren es noch 240.700 gewesen. Der drastische Stellenabbau geht vor allem auf den Umstrukturierungen im Personalbestand der Deutschen Telekom AG zurück.

Außenumsatzerlöse auf dem Telekommunikationsmarkt
Außenumsatzerlöse auf dem Telekommunikationsmarkt

Investitionen der Branche weitgehend konstant um 6 Milliarden Euro

Die Investitionen der am deutschen Telekommunikationsmarkt tätigen Unternehmen bewegen sich seit 2009 (je nach Berechnungsgrundlage) in einem Korridor von 5,9 bis 6,1 Milliarden Euro. Auch die endgültigen Zahlen für das Jahr 2011 lassen ein ähnlich hohes Investitionsniveau erwarten. Demzufolge war 2011 trotz des nahezu abgeschlossenem VDSL-Ausbaus und der vollzogenen Aufrüstung der Kabel-TV-Netze auf den DOCSIS 3.0-Standard kein spürbarer Rückgang der Investitionstätigkeit zu verzeichnen.

Im Jahr 2010 investierten die Wettbewerber der Deutschen Telekom AG in der Summe mit 3,1 Milliarden Euro knapp mehr als der Marktführer (2,8 Milliarden Euro). Dabei ist das Investitionsvolumen in den Ausbau und die Erneuerung des Festnetzes inklusive der Infrastruktur der Kabelnetzbetreiber in etwa doppelt so hoch wie das entsprechende Investitionsgeschehen im Mobilfunkbereich. (Grafik 2).

Der klassische Telefonanschluss ist auf dem Rückzug

Die Zahl der Festnetzanschlüsse in Deutschland ist seit Jahren leicht rückläufig. 2011 lag sie nach den Daten der Bundesnetzagentur bei 38 Millionen. Für einen Telefonanschluss stehen gegenwärtig vier Technologien zur Verfügung: Der klassische Analoganschluss, ISDN, entbündelte und für VoiP genutzte DSL-Anschlüsse sowie der Telefonverkehr über das TV-Kabelnetz.

Seit Mitte des letzten Jahrzehnts sinkt die Zahl klassischer Analoganschlüsse jährlich um 1,5 bis 2,5 Millionen. Ebenfalls rückläufig ist die Zahl der ISDN-Basisanschlüsse. Dennoch werden immer noch 28,7 Millionen Anschlüsse mit diesen älteren Technologien betrieben. Die Zahl der Zugänge über entbündelte DSL-Anschlüsse lag 2011 bei geschätzten 5,7 Millionen, die jener über das Kabel-TV-Netz bei 3,6 Millionen.

DSL dominiert bei Breitbandanschlüssen

Zum 1. Juli 2011 wurden in Deutschland laut Bundesnetzagentur 26,9 Millionen Breitbandanschlüsse genutzt. Auf die DSL-Technologie entfielen davon 86 Prozent. Bei den restlichen Breitbandtechnologien handelt es sich im Wesentlichen um Anschlüsse über das mit DOCSIS 3.0 modernisierte Kabelnetz, das sich zunehmend zur Alternative zum klassischen Festnetzanschluss entwickelt hat. Anschlüsse, die über Energieversorger realisiert wurden, sind bisher nur in wenigen lokalen Netzen verfügbar.

Die Glasfaseranschlusszahlen (FTTH und FTTB) nehmen seit 2010 ebenfalls zu. Ende 2011 betrug die Zahl dieser Anschlüsse nach Angaben der 35 im Bundesverband Glasfaserausbau organisierten Unternehmen bereits 870.000. Bis Ende 2015 peilen allein diese Unternehmen eine Erhöhung der Zahl der angeschlossen Haushalte auf 1,8 Millionen an. Zählt man die anderen Anbieter hinzu, dürfte die Zahl der Haushalte, die über einen Glasfaseranschluss verfügen, gegenwärtig bei einer Million liegen. Tatsächlich genutzt wurden davon nach Angaben der Bundesnetzagentur aber nur 138.000.

Teil 2: Die Perspektiven leistungsfähiger Netze