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Dienstag, 12.12.2017
Dienstag, 14.01.2014 09:18

Baden-Württemberg stellt Breitbandinitiative II vor

Die baden-württembergische Landesregierung fördert die Verlegung von Kabelschutzrohren mit und ohne gleichzeitiges Einbringen von Kupfer- oder Glasfaserkabeln, alternative Verlegetechniken sowie Zuwendungen an Netzbetreiber zur Schließung der Wirtschaftlichkeitslücke. Darüber hinaus übernimmt sie anteilig die Planungskosten für Hochleistungsnetze, belohnt interkommunale Zusammenarbeit und fördert Modellprojekte.


Leistungsfähige Internetverbindungen sind als Elemente moderner Infrastruktur längst auch, womöglich sogar gerade, in ländlichen Gebieten ein wichtiger Standortfaktor. "Das Internet ist zum modernen Verkehrmittel geworden, das Teilhabe an der Gesellschaft ganz unabhängig  vom Alter ermöglicht. Gerade die Wirtschaft unseres Landes, die in alle Welt erfolgreich exportiert, ist existenziell darauf angewiesen. Und der Breitbandzugang ist auch ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht Familie und Beruf zu vereinbaren", erklärt Alexander Bonde, Landesminister für Ländlichen Raum und Vebraucherschutz, die Position der Landesregierung.

Dass diese Ansicht von kommunalen Entscheidungsträgern geteilt wird, belegen die im vergangenen Jahr bewilligte Gesamtfördersumme von 12,4 Millionen Euro für 184 Projekte zum Ausbau zukunftsfähiger Breitbandnetze sowie weitere 50 Ausschreibungen seit September 2013.

Trotz mitunter strengen Sparzwangs stehen deshalb auch 2014 wieder Fördermittel in Höhe von 11,7 Millionen Euro bereit, um den Breitbandausbau im Land zu beschleunigen. Diese Mittel wendet das Land auf um Gemeinden bei den verschiedenen Maßnahmen zwecks des Breitbandausbaus zu unterstützen.

Dazu zählen die vor allem Verlegung von Kabelschutzrohren, teilweise auch als Leerrohre bezeichnet, die gleichzeitige oder nachträgliche Einbringung von Kupfer- oder vorzugsweise Glasfaserkabeln sowie die Anwendung alternativer Verlegemöglichkeiten. hierzu gehören beispielsweise die Nutzung von Abwasserleitungen oder das kostensparende Microtrenching-Verfahren. Förderbar sind aber auch Planungsprozesse für zukünftige Ausbauprojekte, Zuwendungen an Telekommunikationsunternehmen zur Schließung der Wirtschaftlichkeitslücke und Modellprojekte. Belohnt werden soll nach dem Willen der Landesregierung auch die interkommunale Zusammenarbeit mit dem Ziel, durch größere Ausbaugebiete die wirtschaftliche Attraktivität zu steigern und Marktteilnehmer zu Investitionen zu animieren.

"Unsere Breitbandinitiative leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung Baden-Württembergs. Sie sichert Lebensqualität, verbessert die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts und erhält und schafft Arbeitsplätze. Damit haben wir neue Maßstäbe vorausschauender Strukturpolitik im Land gesetzt", resümiert Landesminister Bonde.