Sie befinden sich hier: Nachrichten
Dienstag, 27.06.2017
Mittwoch, 19.02.2014 11:57

G.fast Standard verspricht Datenübertragungsraten bis zu 1 Gbit/s

Während der Glasfaserausbau vielerorts aufgrund der hohen Kosten nur langsam voranschreitet, arbeiten Alcatel-Lucent und Huawei intensiv an der Standardisierung von G.fast. Der neue Standard nutzt vorhandene Kupferkabelnetze, bietet jedoch ein Vielfaches aktueller Übertragungsgeschwindigkeiten.


Momentan befindet sich G.fast noch im Standardisierungsprozess, ein genauer Zeitraum für die Markteinführung steht bislang nicht fest. Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent meldete bereits im Juli 2013, man habe in Labortest mittels G.fast Übertragungsraten von 1,3 Gbit/s erreicht. Allerdings beschränkte sich diese Geschwindigkeit auf eine Strecke von lediglich 70 Metern und nimmt mit zunehmender Entfernung rapide ab. Bis zu 100 Metern lassen sich aktuellen Daten zufolge Übertragungsraten von bis 500 Mbit/s erreichen, bei ein Distanz von 250 Metern immer noch schnelle 250 Mbit/s.

Ermöglicht werden diese Übertragungsgeschwindigkeiten durch die Nutzung eines weitaus größeren Frequenzbereichs als beispielsweise bei VDSL2 üblich. Laut Huawei nutzt G.fast bis zu 212 Mhz, während VDSL2 mit maximal 17 Mhz auskommt. Neben dem ernormen Geschwindigkeitszuwachs verstärkt dies allerdings das sogenannte Übersprechen, die Störung nebeneinander liegender Signalkanäle, deutlich. Dies muss zwingend mittels eines Vectoring-Verfahrens kompensiert werden, was aufgrund der ungleich höheren Anzahl an Trägern wesentlich anspruchsvoller ist als im Fall von VDSL2.

G.fast eignet sich aufgrund der begrenzten Reichweitein und des obligatorischen Glasfasernetzes bis nahe an die Teilnehmerendanschlüsse in erster Linie als Brückentechnologie für Fibre to the Building-Lösungen und weniger für den flächendeckenden Einsatz abseits großer Ballungszentren.