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Dienstag, 27.06.2017
Donnerstag, 06.02.2014 13:58

Inexio und Alcatel-Lucent verwirklichen erstes kommerzielles VDSL in Heidelberger Bahnstadt

Das Telekommunikationsunternehmen inexio realisierte zusammen mit Alcatel Lucent in der Heidelberg Bahnstadt das deutschlandweit erste kommerzielle VDSL2 Vectoring-Projekt. Deutliche Geschwindigkeitsabfälle, die normalerweise bei einer hohen Konzentration kupferkabelbasierter VDSL-Netze auftreten, konnten hierdurch nahezu vollständig vermieden werden.


Die Heidelberger Bahnstadt ist das Ergebnis eines der ambitioniertesten Projekte zur Stadtentwicklung in ganz Deutschland. Auf einer Fläche von 116 Hektar entsteht hier der hochmoderne 15. Stadtteil der kurpfälzischen Großstadt, der neben etwa 5000 Wohnungen wissensbasierte Einrichtungen und Forschungsunternehmen beheimaten soll. Sämtliche Gebäude werden im Passivhausstandard errichtet, womit die Bahnstadt die größte Passivhaussiedlung der Welt darstellt. Schnelle und auch für zukünftige Anforderungen ausreichend leistungsfähige Internetverbindungen hingegen sind für ein solches Vorzeigeprojekt längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden. 

Die dafür notwendige Technik lieferte das saarländische Telekommunikationsunternehmen inexio unterstützt durch die Pan Dacom Networking AG und den Techniklieferanten Alcatel-Lucent. Gemeinsam realisierten die Unternehmen das erste kommerzielle VDSL2 Vectoring-Projekt auf deutschem Boden. „Große Teile der Bahnstadt in Heidelberg versorgen wir mit Fibre to the Building (FTTB) oder Fibre to the Home (FTTH)“, erklärt Christoph Staudt, der für Netzwerktechnik verantwortliche Vorstand inexios. „Durch den Einsatz von VDSL2 Vectoring können wir trotz der mehr als 150 Anschlüsse pro Gebäude Bandbreiten von 100 Mbit/s für die einzelnen Nutzer sicherstellen.“

Das Vectoring-Verfahren dient dem Zweck, den „Übersprechen“ genannten unerwünschten Effekt zu reduzieren oder gänzlich zu beheben. Zum „Übersprechen“ kommt es, weil in den Kupfer-Kabelbündeln, die für VDSL-Netze verwendet werden, eine große Anzahl Teilnehmeranschlussleitungen sehr nahe beieinanderliegen. Diese beeinflussen sich gegenseitig, was zu teilweise drastischen Verringerungen der tatsächlichen Datenübertragungsraten führt. Das Vectoring kompensiert diese wechselseitigen Wirkungen und maximiert somit die Effizienz der vorhandenen Leitungen. Im Projekt in der Bahnstadt in Heidelberg gelang es den Projektpartnern mittels des VDSL2 Vectorings die Störungen in den Kupferleitungen nahezu vollständig eliminiert und die verfügbaren Bandbreiten im Schnitt von 60 Mbit/s auf 100 Mbit/s gesteigert werden. „Das Beispiel Heidelberg zeigt unsere Philosophie: Wir reden nicht lange darüber, sondern wir setzen Technik dort ein, wo sie für unsere Kunden sinnvoll ist“, beschreibt Christoph Staudt das Vorgehen. 

Von: Markus Konrad