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Montag, 22.05.2017
Donnerstag, 05.07.2012 17:30

Kommunale Versorger haben Potenzial

Beim Ausbau des Breitbandnetzes in Deutschland tut sich für kommunale Infrastruktur-Unternehmen eine Möglichkeit auf, in den Telekommunikationsmarkt verstärkt einzusteigen und den Breitbandausbau voranzubringen.


Diesem Thema stellt sich das 6. Jahresforum FTTx – Glasfaserausbau EVU vom 24. bis 26. September 2012 in Berlin. Es trägt der Entwicklung Rechnung, dass immer mehr kommunale Energieversorgungs-unternehmen (EVU) in der Glasfaser eine Chance für neue Geschäftsmodelle sehen. Denn sie verfügen über die für FTTX notwendige Infrastruktur. Die Novelle des Telekommunikations-gesetzes (TKG) unterstützt diese Entwicklung, um den Breitbandausbau kostengünstiger voranzutreiben. Das Forum bedient Themen wie Finanzierung, Vermarktung und Umsetzung des Glasfaserbaus. Stadtwerke, kommunale Energieversorger und deren Tochterunternehmen können sich auf der FTTx-Konferenz zu allen relevanten Aspekten des Glasfaserausbaus informieren.

Dieses Potenzial der EVU sieht auch die Greenwich Consulting Deutschland GmbH, eine der führenden Strategie- und Managementberatungen in der Telekommunikations-, Internet- und Medienbranche in München. Die aktuelle Untersuchung der Unternehmensberatung, „City Carrier 2.0 – Entwicklungschance ‚Breitband‘ als neues Geschäftsfeld für Stadtwerke“ gibt Auskunft über den Entwicklungsstand des deutschen FTTH-und FTTB-Marktes und sein Potenzial für die kommunalen Infrastruktur-Unternehmen und Stadtwerke. Sie sieht in ihrem Whitepaper hohes Potenzial dieser Branche für den Ausbau des Breitbandnetzes in Deutschland.

Den Untersuchungen von Greenwich Consulting zufolge weisen die „Ausbauaktivitäten aktuell eine starke regionale Fokussierung“ auf. Schwerpunkte seien in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, dem Saarland, Rheinland- Pfalz und Bayern. Darüber hinaus würde sich durch die Initiative der Landesregierung in Hessen abzeichnen, dass dieses Bundesland bestrebt sei, in der Entwicklung schnell aufzuschließen. Entsprechende Pilotprojekte seien bereits durchgeführt.

Greenwich Consulting kommt zu dem Ergebnis, dass sich die „Geschäftsmodelle im lokalen Breitbandgeschäft kontinuierlich weiterentwickeln“. Die Kooperation zwischen EVU und Telekommunikationsanbietern würden sich als zukünftiges Geschäftsmodell etablieren. Die kommunalen Unternehmen bieten für die Breitbandtechnologie FTTH und FTTB ihre „Kernkompetenzen im Aufbau und Betrieb von Versorgungsleistungen“ sowie im „Management der lokalen Kundenbasis“ an. Telekommunikationsanbieter hingegen unterstützen EVU durch ihre bereits vorhandenen Lösungen im Aufbau „Telekommunikations-spezifischer Prozesse und Systeme“, heißt es in einer Pressemeldung von Greenwich Consulting zu seinem Whitepaper.