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Dienstag, 12.12.2017

Technik News

Mittwoch 12.03.2014

MXC-Kabel überträgt 800 Gbit/s - Erste Kabel noch 2014 auf dem Markt

Bereits seit einigen Jahren entwickelt Intel in Kooperation mit dem Spezialglashersteller Corning "Silicon Photonics", ein Glasfaserkabel, bei dem Photonen die Datenübertragung übernehmen. Aktuell erreichen die Entwickler damit...[mehr]

Mittwoch 19.02.2014

Flächendeckender Breitbandausbau erfordert deutlich geringere Investitionen als bisher angenommen

Zu diesem Ergebnis kommt eine heute veröffentlichte Studie des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK). Statt der bisher prognostizierten 93 Milliarden Euro wäre nach den Modellrechnungen...[mehr]

Mittwoch 19.02.2014

G.fast Standard verspricht Datenübertragungsraten bis zu 1 Gbit/s

Während der Glasfaserausbau vielerorts aufgrund der hohen Kosten nur langsam voranschreitet, arbeiten Alcatel-Lucent und Huawei intensiv an der Standardisierung von G.fast. Der neue Standard nutzt vorhandene Kupferkabelnetze,...[mehr]

Bidirektionales Satellitensystem

Ein bidirektionales Satellitensystem stellt die Empfangs- und Sendeeinheit für einen breitbandigen Internetanschluss via Satellit dar. Durch die Sende- und Empfangsfunktion ist die Satellitenverbindung unabhängig von terrestrischen Daten- oder Telefonleitungen. In korrekter Ausrichtung ist sie bei nahezu allen topographischen Bedingungen überall einsetzbar. ↑ nach oben ↑

Bundesrahmenregelung Leerrohre

Die Bundesrahmenregelung Leerrohre ist eine "Rahmenregelung der Bundesregierung zur Bereitstellung von Leerrohren durch die öffentliche Hand zur Herstellung einer flächendeckenden Breitbandversorgung". Ein Bestreben der Bundesregierung ist der flächendeckende Ausbau passiver Infrastruktur als Grundlage für Hochgeschwindigkeitsnetze der nächsten Generation. Zur Erreichung des Ziels stellt die Bundesregierung Mittel aus GAK, GRW, dem ZuInvG, sowie eigene Mittel zur Verfügung. Außerdem initiierte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) einen Förderwettbewerb für all die Gemeinden und Städte bis 10.000 Einwohner, welche über die anderen Förderverfahren keine Mittel beziehen können. Beteiligte Kommunen mit besonders innovativen Konzepten (bspw. enorme Einsparungen durch geschaffte Synergien) erhielten Förderungen von 90%. Die so geschaffene passive Infrastruktur bleibt in öffentlicher Hand (dark fiber). ↑ nach oben ↑

dark fiber

Sind nicht genutzte aber festgespleißte Glasfaserkapazitäten, welche verkauft oder vermietet werden. Der Käufer oder Mieter ist dabei für die aktive Technik zur Datenübertragung verantwortlich, bzw. bestimmt auch die Art der Verwendung. Dark kommt von dunkel, was in diesem Fall bedeutet, dass kein Licht eingespeißt wird, also kein optisches Signal zur Datenübertragung anliegt. ↑ nach oben ↑

DOCSIS (Data over Cable Service Interface Specification)

DOCSIS (Data over Cable Service Interface Specification) ist ein Standard für Schnittstellen von Kabelmodems und dazugehöriger Peripherie. Die wichtigste Anwendung ist die schnelle Datenübertragung in bestehenden Kabelfernsehnetzen. Die DOCSIS-Spezifikation wurde 1997 von der Firma Cable Labs entwickelt und befindet sich momentan in der Version 3.0. Durch Bündelung von vier Kanälen können Geschwindigkeiten bis zu 160 Megabit pro Sekunde downstream und 108 Megabit pro Sekunde upstream erreicht werden. ↑ nach oben ↑

DSL

Digital Subscriber Line (DSL), oder in Deutsch: die „digitale Teilnehmeranschlussleitung“, wird in Deutschland am häufigsten verwendet, um Endkunden mit einem Breitbandanschluss zu versorgen. Bei einem DSL-Anschluss ist die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) eine Kupferleitung. Die Datenübertragung für den Endkunden verläuft über ein an die TAL angeschlossenes DSL-Modem. Dies ist inzwischen häufig in einen DSL-Router integriert. ↑ nach oben ↑

DSLAM

Der DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer) ist die DSL-Vermittlungsstelle und bildet das Gegenstück zum DSL-Modem. Will ein DSL-Modem die Verbindung zum Internet aufbauen, muss es die Verbindungsbedingungen (Frequenz, Geschwindigkeit, etc.) mit dem DSLAM aushandeln. Der DSLAM ist in der Regel in den Vermittlungsstellen im Hauptverteiler oder direkt im Kabelverzweiger (KVz) verbaut und breitbandig mit dem Internet verbunden. ↑ nach oben ↑

EFRE (Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung)

EFRE dient zur Stärkung der wirtschaftlichen und sozialen Bindung der Staaten in der EU und gleichzeitigen Abbau großer Gefälle zwischen den einzelnen Regionen. Dabei investiert EFRE insbesondere in infrastrukturelle  Überbauten hinsichtlich Forschung, Innovation, Umwelt und Transport. Weiterhin stellt EFRE direkte Hilfen zur Schaffung dauerhafter Beschäftigungen (besonderes KMUs) zur Verfügung. ↑ nach oben ↑

Einblasen

Die Einblastechnik ist ein Verfahren, um in Leerrohren oder Rohren, die schon mit Kabeln belegt sind, LWL-Kabel einzubringen. Diese Technik ermöglicht große Verlegedistanzen, geringe Tiefbaumaßnahmen, kürzere Installationszeiten und schont dabei das Material. ↑ nach oben ↑

ELER (Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums)

ELER wurde 2005 zur Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums in der EU errichtet. ELER ist derzeit das wichtigste Förderinstument der EU und vereint die Fonds EAGFL-A, EAGFL-G und LEADER+. ↑ nach oben ↑

Fusions-Spleiß

Bei der Fusions-Spleiß-Technik werden Glasfasern mittels Lichtbogenschweißverfahren punktgenau verschmolzen. ↑ nach oben ↑

GAK

die Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“  des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)  wurde ins Leben gerufen um den Küstenschutz zu verbessern, die Land- und Forstwirtschaft für künftige Anforderungen auszurichten und sicherzustellen, dass diese im gemeinsamen Markt der europäischen Gemeinschaft wettbewerbsfähig bleibt. Dafür werden von den Ländern bis zu 60% der entstandenen Ausgaben als Fördermittel bereit gestellt. ↑ nach oben ↑

Glasfaser

ist eine aus geschmolzenem Glas gezogene, lange und sehr dünne Faser, die mithilfe des Effektes der Totalreflexion zur optischen Datenübertragung verwendete wird. Die Faser ist von einer Schicht mit geringen Brechungsindex und einer Schutzhülle umgeben. Somit wirkt die Ausbreitung des Lichtimpulses in die Richtung des Leiters. Glasfaserkabel bestehen aus einer oder mehreren transparenten Glasfasern, welche von einem Kunststoffmantel umgeben sind. Zusätzlich können die Kabel zum Schutz vor Tierbissen mit einem Metallgeflecht verstärkt sein. ↑ nach oben ↑

GRW

Die Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“  des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist ein zentrales Instrument der Regionalpolitik in Deutschland zur Förderung strukturschwacher Regionen. ↑ nach oben ↑

Kabelverzweiger (KVz)

Der Kabelverzweiger (KVz) ist ein passiver Schaltschrank, in dem die Kabel der Teilnehmeranschlussleitungen verbunden werden. Zwei Kabelleitungen laufen in einem KVz zusammen: Die Verzweigungskabel, die in die einzelnen Haushalte führen, und die Hauptkabel zu den Hauptverteilern oder DSLAMs (Digital Subscriber Line Access Multiplexer). ↑ nach oben ↑

Koaxialkabel

Eine Koaxialkabelleitung dient beim Breitbandanschluss über TV-Kabel als Medium. Es wird  häufig als TV-Kabel bezeichnet, da es Rundfunkdienste überträgt und für die Bereitstellung von Kabelfernsehen genutzt wird. Früher wurde auch für Ethernet-Netzwerke ein Koaxialkabel verwendet. ↑ nach oben ↑

Microtrenching

Microtrenching (Frästechnik) ist ein kostengünstiges Verfahren zur Verlegung von Leerrohrkapazitäten. Es wird eine bis zu 60 cm tiefe Fuge in die asphaltierte Oberfläche gefräst, darin ein Leerrohr verlegt und mit  Flüssigbeton aufgefüllt. Herkömmliche Tiefbaumaßnahmen bleiben erspart. ↑ nach oben ↑

Monomode Kabel

Bei Monomode-Fasern entfällt die Mehrwegausbreitung. Das Signal folgt nur einem einzigen Wellenleitermodus. Damit sind auch große Übertragungswege möglich. Monomode-Fasern haben einen deutlich kleineren Faserkern (ca. 9 µm)  als Multimode Fasern (50 oder 62,5µm)  und sind dadurch schwer zu verbinden. Um Kosten zu sparen, werden daher für kurze Distanzen die im Kern deutlich dickeren Multimode-Fasern verwendet. ↑ nach oben ↑

Multimode Kabel

In Multimodefasern ist der Brechungsindex der Glasfaser so dimensioniert, dass an den äußeren Schichten eine geringere Dämpfung auf tritt, als im Faserkern. Dies ist notwendig, da die Lichtsignale durch Lichtführung und Reflexion an den Faserrändern (Dispersion) unterschiedliche Laufzeiten haben. Multimode-Kabel sind daher nicht zur Signalübertragung über lange Distanzen geeignet. ↑ nach oben ↑

Passive Infrastruktur

Passive Infrastruktur ist die Vorrausetzung von aktiver Kommunikation und meint die Kabelinfrastruktur, nebst den dafür vorausgesetzten Schachtanlagen, Kabeltrassen, Leerrohren, u.ä. ↑ nach oben ↑

Richtfunk

Richtfunk bezeichnet die zielgerichtete Übertragung eines Funksignals, um Informationen über größere Entfernungen zu übermitteln. Der Funkbereich liegt in der Regel zwischen 1 und 40 Gigahertz (GHz). Aufgrund der hohen Frequenzbereiche ist eine Sichtverbindung notwendig. Ein Vorteil ist, dass teure Grabungsarbeiten für die Verlegung von Kabeln entfallen. Richtfunk ermöglicht die Übertragung hoher Bandbreiten und wird als Point to Point (PTP) und Point to Multipoint (PTMP) eingesetzt. ↑ nach oben ↑

Richtfunkantenne

Die Richtfunkantenne bündelt das gesendete Signal im höchsten Maß. Sie kommt zum Einsatz, wenn es darum geht, weite Strecken möglichst verlustfrei zu überwinden, und wird ausschließlich gewerblich eingesetzt. Der ausgestrahlte Richtfunk ermöglicht sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten. Eine Richtfunkantenne stellt immer eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung her. ↑ nach oben ↑

Spleißbox (Spleißverteiler)

Die Spleißbox bezeichnet üblicherweise das Ende einer Glasfaserleitung (Lichtwellenleiterleitung) und fächert die einzelnen Glasfasern auf. ↑ nach oben ↑

Spühlbohrverfahren

Bei dem Spülbohrverfahren handelt es sich um eine Technik, um Rohre unterirdisch und horizontal zu verlegen, ohne dabei einen Graben ausheben zu müssen. Dabei werden zwei Schächte ausgehoben, die den Start- und Endpunkt der Bohrung markieren. Die Horizontalspülbohranlage bohrt zwischen den beiden Schächten einen unterirdischen Kanal und zieht dabei Produkt- oder Leerrohre ein. Eine solche Bohrung kann mehrere hundert Meter lang sein. Ein spezieller Bohrkopf kann die Richtung während der Bohrung verändern. Außerdem ist eine Unterquerung von Straßen und fließenden Gewässern möglich. Daher ist diese Bohrtechnik besonders attraktiv. ↑ nach oben ↑

TAL (Teilnehmeranschlussleitung)

Die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) verbindet den Endkunden mit dem Hauptverteiler. Fast immer führt sie über einen Kabelverzweiger (KVz), wo die Leitung vom Hauptverteiler an die sogenannte letzte Meile verschaltet wird. ↑ nach oben ↑

Triple Play

Triple Play versorgt Haushalte über nur einen Anschluss (z.B. Glasfaser- TV-Kabelnetz) mit allen drei Diensten Fernsehen, Telefon und Internet. ↑ nach oben ↑

Verlegepflug

Der Verlegepflug beschreibt eine Technik bei der Rohrsysteme in weichen und unasphaltierten Böden ohne aufwendige Tiefbaumaßnahmen verlegt werden. In Straßengräben oder neben Feldwegen wird mit einem Pflug ein Graben in das Erdreich gezogen, in den die Leerrohre eingelassen werden.  Dabei sind Kostenersparnisse gegenüber herkömmlichen Tiefbaumaßnahmen von bis zu 70 Prozent möglich. ↑ nach oben ↑

Verlegeroboter

Die Verlegeroboter übernehmen dort die Arbeit, wo der Mensch keinen physischen Zugriff mehr hat. Leerrohre werden beispielsweise in bestehenden Abwasserrohrsystemen verlegt. Diese Form von Rohrverlegung entspricht auch dem Ziel der Bundesregierung, mit innovativen Methoden Synergien zu schaffen. Denn durch die Nutzung vorhandener Infrastrukturen (z.B.: freie Leerrohrkapazitäten oder Abwassersysteme) entstehen Synergien, durch welche sich Verlege- und Tiefbaumaßnahmen reduzieren und damit auch Kosten einsparen lassen. ↑ nach oben ↑

WiMAX

WiMAX (Worldwide Interoperability for Microwave Access) bezeichnet eine drahtlose Vernetzungstechnik. Es gibt einen WiMAX Standard für den mobilen Einsatz (WiMAX mobile) und für feste Installationen (WiMAX fixed). WiMAX wird häufig bei gerichteten Funkverbindungen eingesetzt. ↑ nach oben ↑

WLAN

Wireless Local Area Network (WLAN) ist ein drahtloses lokales Funknetzwerk. Ein WLAN kann in zwei verschiedenen Frequenzbereichen senden und empfangen: 5,15 GHz bis 5,725 GHz und 2,4 GHz bis 2,4835 GHz. ↑ nach oben ↑